Teufelsturm.de - Klettern im Elbsandsteingebirge

AW [* IV]

Wehlturm, Großer, Rathener Gebiet

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Kommentar

Bewertung

Jens Schickhoff
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Berlin


05.08.2020 22:27
Das "sehr gut" gibt es nur für den alpinen Gesamteindruck des Weges in Verbindung mit der Geschichte, ansonsten geht es viel zu sehr hin und her und rauf und runter. Auch Nichtkaminliebhaber sollten sich nicht von der Anzahl der Kaminklettermeter abschrecken lassen, denn im Grunde hat man mit der ersten Seillänge auf den Block das Schlimmste hinter sich. Im Wellblechkamin sitzt oder steht man immer auf einer Welle, so dass man nie ein unsicheres Gefühl bekommt. Der Kamin schließt sich zudem nach unten, so dass man auch keinen saugenden Tiefblick hat. Ich habe mich durch den Seitenkamin in den kleinen Felskessel durchgeschoben und bin von der Rückseite aus hoch. Das ging gut. Das Absteigen ist exponiert und der Kain etwas breiter, aber man hat ja das Seil von oben und den Nachsteiger über die Öse zu sichern (auf Verlängerung achten) wurde ja schon beschrieben. Ich wäre für einen nR oder eine Öse in der Querung, allerdings mehr aus praktischen Gründen, denn der hinterschnittenen Block ist ringwertig, man benötigt aber etwa 5 bis 6m Seil zum Umwickeln. Macht man keinen Wechselstieg, ist das unhandlich. Nachholen dann noch einmal an der Kanzel. Auf diese Weise gibt es keine Verständigungsprobleme. Das kurze enge Kaminstück nach der Kanzel empfand ich als schwierigste Stelle vom ganzen Weg. Das war wirklich Schrubben, dagegen waren die anderen Kaminmeter Hochgenuss. Ist man durch diese engstelle durch, dann folgt als Sahnehäubchen dann die schöne Kletterei hoch über dem Wehlgrund. ++ (sehr gut)
Jonas W


11.09.2017 11:56
Schönes Kamingeschrubbe mit explorativem Charakter und viel Potential für blaue Flecken. Erste Seillänge ist gut absicherbar, erfordert vom Vorsteiger allerdings trotzdem etwas Motivation. Zweite Seillänge ~20m Kamintraverse in 10m Kamin aufwärts, ungesichert für Vorsteiger und größtenteils auch für Nachsteiger. An der 2. AÖ kann auch auf das Band abgelassen / abgeseilt werden. Danach befindet sich auf etwa gleicher Höhe mit der 2. AÖ ein großer hinterschnittener Block, an dem nachgeholt werden kann. Danach sehr schöne, gut absicherbare und luftige Kletterei zum Gipfel mit Fotogarantie von Touristen. ++ (sehr gut)
Schattenseite


25.05.2015 14:28
Für Technikbegeisterte noch ein weiterer Tipp: (PMR-)Funkgeräte (auch bekannt als Walkie-Talkie) sind nicht teuer und können die Verständigung erheblich vereinfachen. Gerade in solchen langen, verwinkelten Wegen mit Kaminen. Wir hatten nicht wirklich Lust, ständig zu brüllen, sodass alle Besucher der Felsenburg Neurathen sich sammeln und die Ursache nach dem Spektakel zu suchen. Zum Weg selber: Viel Kaminarbeit (gerade der Einstieg ist moralisch anspruchsvoll), doch die Wand ab dem kleinen Quergang ist ein wirklicher Traum mit viiiiiiiel Luft unterm Hintern. ++ (sehr gut)
Michael Diemetz
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Berlin


30.06.2012 05:55
Ein MUSS +++ (Herausragend)
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer


23.05.2011 11:04
Wer keine Kaminerfahrung hat, wird sie hier machen. Für die Nachteigersicherung sind Schlingen in den Kaminen vor der Hochscharte hinderlich. Nur weil die NÖ auf dem höchsten Punkt der Hochscharte sitzt, ist der Kaminabstieg nicht länger geworden. Nachholen im Kamin und an Absätzen vermeidet Seilzug und Brüllerei. Mit 2 Ringen und Schlingen sehr gut abgesichert. Toller klassischer Weg. ++ (sehr gut)
WaWu
Wohnort: Dresden-Plauen


05.08.2009 21:03
Hinweis zum Kaminabstieg vom Pfeiler: Man muss deutlich mehr als die im KF angegebenen 8 m hinab. Nach 8 m sieht es zuerst aus, als ginge es. Aber man muss noch weiter runter bis zu einem deutlichen überwölbten Band. Dort habe ich mich an zwei großen Zacken festgemacht und nachgeholt. Da muss man nicht um die Ecke brüllen. Wenn der Nachsteiger sich traut kann er die nächsten paar Meter leichtes Gelände auch vorsteigen, dann spart man das umbauen an den Zacken. Ansonsten: Super Weg, gutmütige Kamine, hervorragende Aussicht, Kletterei Genuss, Sicherung außerhalb der Kamine sehr gut ++ (sehr gut)
Bergbanane


13.10.2007 20:10
eine wahrhaft grandiose bergfahrt, für die man als zweierseilschaft schon mal drei stunden einplanen kann, sofern man sich auch zeit fürs genießen des tollen ambientes lassen will. wir sind den weg in fünf seillängen wechselführung geklettert und hatten somit keinerlei verständigungsprobleme. in der ersten kaminetappe liegen zwei passable schlingen, das zweite stück gehts frei auf den pfeiler. im abstiegskamin liegt noch eine dünne schlinge für den nachsteiger (er fällt dann nicht ganz so weit) oder der nachsteiger lenkt sein ende in einer verlängerten exe um, zieht es zu beginn des querganges bei riesenschlinge ab und die exe holt man beim abseilen(so haben wir es gemacht). alles in allem sind die kamine für ein "herausragend" jedoch zu lang. ++ (sehr gut)
Matthias Jäger
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Riesa


13.06.2006 12:31
Noch ein guter Tip: Auf Verständigung zwischen Vor- und Nachsteiger achten, Brüllen reicht manchmal nicht mehr !!! Weg ist lang und um viele Ecken und Kanten im letzten Bereich nach bzw. bei der Querung. Wir mußten schon Touristenhilfe dafür von der Felsenburg gegenüber in Anspruch nehmen ++ (sehr gut)
Flocki
Authentifizierter Benutzer


09.01.2005 17:33
Das endlose Kaminklettern kann man verkürzen, wenn man bis zur 3.AÖ im Hünigweg ansteigt. Der ist bis dahin gut abzusichern und auch nicht schwerer als IV. Eine beinahe ideale Linie bekommt der AW, wenn man im Hünigweg weiter aufsteigt, bis man auf den abzusteigenden Kamin des AW trifft. Aber das ist eben dann VI. Auch hat die originale Kaminschrubberei etwas für sich, zumindest für das Sammeln durch Liebhaber von Klassikern. Mein Nachsteiger hatte sich für den Abstiegskamin übrigens eine lange Schlinge in die 2.AÖ gehängt und war so (indem ich das Seil nachließ) dort von oben gesichert. Auf dem Querungsband band er das zurückführende Seil aus, zog es durch ... und band sich wieder ein. Vielleicht ein Tipp für Ängstliche. Alles andere ist gesagt - eine große Bergfahrt! ++ (sehr gut)
Wuschel


26.04.2004 11:12
Großartiger Weg auf einen tollen Gipfel. Wer im Kamin sicher ist, bindet sich erst nach dem Abstieg ein, da in den Kaminen sowieso keine Sicherungen vorhanden sind. Auf dem Großen Absatz vor der letzten SL nachholen, dann kann man bis zum Gipfel steigen. +++ (Herausragend)
ClimbingShark


09.09.2003 21:20
Nun über die ersten zwei Seillängen gibts nicht viel zu sagen -> Kamingeschrubbe ohne Ende. Anschließend 10 m Kamin absteigen (Sichere Nachsteiger nötig!) und rechts auf Band queren. Hier empfehle ich eine sehr lange Schlinge oder zweites Seil -> Nachholen oder tierisch Seilzug! Spätestens am engen Kamineinstieg der letzten SL sollte man nachholen. Nach dem engen Einstieg wird´s immer besser und mit den 2 Ringen sehr gut gesichert. Wer nach dem Absteigen vom Pfeiler mit 2. AÖ noch nicht die Nase voll hat, der wird hier voll und ganz entlohnt. Man sollte jedoch mit Anfängern sehr viel Zeit einplanen. ++ (sehr gut)
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