Teufelsturm.de - Klettern im Elbsandsteingebirge

Nordwestrisse [** VIIIc ]

Friensteinwarte, Affensteine

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Der Physiker
Authentifizierter Benutzer


16.10.2018 20:49
Ergaenzung: Der überhängende Handriss der Headwall ist für meine Größe (1.76 m) gerade noch von der linken Kante her zu erreichen. Es ist weiter, als man denkt, da der Riss erst weit innen gut klemmt und man dan gnadenlos an der Hand haengt. Es gibt aber eine Variante für Kleinere: Einfach den linken Riss 3 m hoch und an deutlichen Griffen (und deutlichen Begehungsspuren) nach rechts über die riunde Kante in den überhängenden Riss (etwa VIIIb). ++ (sehr gut)
Frank Jaenecke


19.08.2014 09:18
Die Schlingenpositionen zum ersten Ring sind von der Sache her ganz gut, aber das Gestein ist so unterdurchschnittlich, dass man dennoch sehr vorsichtig agieren sollte, zumal die Kletterei schon ganz schön heikel ist (ca.VIIc). Ich denke die Chancen sind groß, dass der Fels einfach mit der Schlinge rauskommt. Ab 1.R dann hervorragende, begeisternde Kletterei bis zum Gipfel. Am 2.R etwa in Ringhöhe queren. Das kleine Dach nach dem 3.R ist unschwer, da man gute Griffe zum Hangeln vorfindet. Der Riß danach erlaubt gutes Handklemmen und Schlingenlegen. Dann ist man irgendwann auf Höhe der guten Dauerschlinge, die man vor dem Spreizschritt nach rechts noch gut einhängen kann. Dann folgen diese diffizilen Fingerrissspuren, wobei man zum Glück ziemlich gute Tritte vorfindet. In dem kleinen Einschnitt des Mini-Dächleins, dass 4m weiter folgt (etwa 3m vorm 4.R), läßt sich dann sehr gut noch eine Schlinge unterbringen. Alternativ geht auch was sehr weit hinten im Riss, der hier wieder auf Hand klemmt. Um die U-stelle am 4.R zu umgehen, hangelt man ganz kurz den linken Riss hoch, bevor es - wie die Vorkommentatoren richtig geschrieben haben - nach rechts in den Riss rüber geht. Wir hatten bei dieser kleinen Querung so eine Art Zangengriff zunächst mit rechts bekommen und dann nochmals weiter hinter gegriffen an einem noch besseren Griff. Einer der Nachsteiger hat diesen Schlingentrichter geangelt und es wie Flaschi schrieb geklettert (sehr spektakulär; Armspannen in unserer Seilschaft 1,70 bis 1,78). Ist man bei der Querung zu hoch steht man vor einem Rätsel wie es zu klettern gehen soll, da dann die Armspanne nicht mehr reicht um rüberzukommen. Ist man dagegen zu tief gibt's keinen Tritt. Der folgende überhangende Handriss ist nicht nur phantastisch zu klettern, sondern auch gut absicherbar. Am 5.R bekommt man bei der Querung nach rechts schön viel Seilzug, aber der folgende Risskamin ist zum Glück sehr gängig (gute Tritte). Phantastischer Klassiker, bei dem nach dem 1.R auch die Absicherung stimmt. +++ (Herausragend)
Der Physiker
Authentifizierter Benutzer


10.08.2014 21:44
Bis zum 1.R zwei schwere Stellen mit jeweils guten Sicherungen zum Start (6er und sehr dünn). Am 1.R hilft rechts auf die Tritte ausspreizen und Hangel sowie Handriss hoch. Die Querung zum 3.R (bis hierher durchsteigbar) ist eher für den Nachsteiger anspruchsvoll. Im folgenden Riss links am Dach vorbei gibt es mal für 2 Meter sehr schlechtes gestein, dann wieder gut. Die Querung nach rechts (mehrere gute mitteldicke Schlingen und eine Dauerschlinge) eher hoch angehen, danach schwerer Fingerriss (nicht Handriss wie im Führer) zum 4. Der folgende überhängende Handriss ist phantastisch. Oben am 5.R kann man auch links in den Schulterriss-Kamin zum VG, ist mit weniger Seilzug verbunden. +++ (Herausragend)
Alex Hanicke
Authentifizierter Benutzer


04.07.2010 22:35
Am 2. R kann man auch erst einmal gerade raufklettern und dann erst links queren, wobei ebenfalls die schweren Meter am Ring sind und es dann leichter wird. Allerdings hat man oben wesentlich bessere Tritte als unten und somit genug zeit sich alles zu überlegen. Ich behaupte mal, dass die U-Stelle am 4.R nur mit einer Armspanne von mindestens 1,80m (für den Grad)kletterbar ist. Ansonsten sind eher die Fingerrisse nach dem Spreizschritt das Schwerste, aber durch eine dicke Schlinge am Beginn des Fingerrisses sehr gut abgesichert. Wenn man den Fingerriss umgehen will, kann man auch zwischen dem rechten Fingerriss und dem linken Riss hochspreizen, bis man am Ende des linken Risses an Löchern nach rechts quert, wo dann auch schon wieder die Hand klemmt. Der überhängende HANDriss nach dem 4. geht wesentlich besser, als er aussieht. Grandiose Bergfahrt! +++ (Herausragend)
krohsax
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: OZ


14.01.2007 13:15
Ein wirklich genialer, und regensicherer Weg! Wenn es nicht zu garstig naß ist, geht der Originalausstieg auch. Kein Stück ist leicht, insgesamt sehr anstrengend, einigermaßen entspannt fand ich nur das Wandstück zwischen 2. und 3.R, welches sich trotz zwischendurch gegenteiligem Anschein gut auflöst (wozu man aber sagen muß, daß ich zZt deutlich besser Wand als Riß kann). Sehr gut gesichert, aber hierfür muß man sich in anstrengender Weise bemühen. Ebenso wie man fast jede sächsische Klettertechnik in diesem großen Weg bemühen muß (bis auf Reibung, aber selbst davon kann man etwas haben, wenn man in bzw. manchmal leicht neben den den seichten Rissen zwischen dem 3. und 4. R herumeiert). Die Unterstützungsstelle am 4.R jedoch konnte ich (1,70m) leider nicht klettern, es erfordert eine Mindestarmspanne, um rechts handklemmenderweise besagten Schlingentrichter angeln zu können, alternative Freikletter-Möglichkeiten konnte ich für den Grad nicht finden. +++ (Herausragend)
Flaschi
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Benutzer gesperrt


08.07.2006 18:18
Es gibt jetzt eine Abseilpiste vom Massiv direkt zurück zum Einstieg. Die Zählung der NW-Risse stimmt nicht. Ich habe schon in den 90iger Jahren die 100. Beg. gemacht. +++ (Herausragend)
Frank
Wohnort: Zittau


09.07.2005 09:39
Betrachtung vom Vorgänger voll zutreffend. Baustelle für 1,65m für mich zu schwer. Arme waren zu kurz, um vom Hangel in Rissklemmer zu kommen... +++ (Herausragend)
neumaex


18.09.2002 06:43
Ein Tip für vielleicht nicht ganz so sattelfeste Risskletterer und als Testpiece geeignet. Einzig zum ersten Ring etwas unangenehm, aber durch Kevlarschlinge 2m unter diesem gut absicherbar. Ab 3.R gut klemmender Handriss, später Rißspuren, in denen immer wieder gute Schlingen unterzubringen sind (die Hose bleibt garantiert trocken). Risstechnische Crux am 4.R (je nach Körpergrösse am gut oder weniger gut klemmenden einsetzenden Handriß die zweit e Hand in den Riß zu bekommen. Gelingt das nicht hat der zu nahe am Ring sitzende Sicherungsmann den Hintern seines Vorsteigers urplötzlich im Gesicht.)Bis auf Einstieg regensicher. ++ (sehr gut)
Flaschi
Gelöschter Benutzer
Benutzer gesperrt


07.05.2002 12:49
Eine Besonderheit dieses Aufstieges stellt die fast uneingeschränkte Regentauglichkeit dar. Als Ausstieg benutzt man in diesem Fall den linken Riß statt der rechten Rinne (oder seilt am 5.R ab). Der Weg weist keine ausgesprochenen Schlüsselstellen auf. Nicht leicht ist schon das Stück zum 1.R, wobei man vor diesem sogar einen Nohandrest finden kann. Der Quergang nach dem 2.R ist nur direkt neben dem R schwierig. Es ist empfehlenswert, in Ringhöhe zu queren und dann gerade zum 3.R aufzusteigen. der seichte Handriß nach dem Dach ist auch nicht ohne. Es ist ratsam schon in diesem Schlingen zu legen. Ein Wundertritt unter dem anschließenden Fingerrißstück läßt Besinnung und Schlingenstochern bequem zu. Das Überklettern der Baustelle nach dem 4.R wird mit sinkender Körpergröße bzw. Armspanne nicht leichter. Aus der Hangel links angelt man die erste Handklemmstelle im Überhang (Schlingentrichter) und rauft sich trittarm darüber. Dann folgt purer Genuß: Klemmer an Klemmer, Schlinge an Schlinge und dazu noch mit Platten im Riß garniert. Nachholen sollte man am 3.R. Leider gelangt man vom Gipfel nicht abseilenderweise sondern nur schmutzigen Fußes im weiten Wanderbogen zum Wandfuß zurück. Insgesamt bei Schmuddelwetter eine sehr lohnende Alternative zum Buschmühlenversumpfen (kann manm ja anschließend noch dranhängen). +++ (Herausragend)
Karl-Reinhart Löwel
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: auf Asylsuche


28.02.2001 22:04
Ein Muß für alle Rißfräsen. Ganz große Tour von B.A. Den langen Linksanstieg zum 3. Ring fand ich schwerer, als die Risse. ++ (sehr gut)
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