Walli Walther Wohnort: Radebeul
19.04.2026 17:50 | Steht man am Wandfuß dieses extrem selten besuchten Gipfels (Jahreserste auch schon mal im Juli, altes Buch wurde gewechselt...), so sieht man den AW und schüttelt erstmal mit dem Kopf. Wer den Bergweg macht, verdient sowieso Respekt...
. . Die Suche nach Alternativen im unteren Schwierigkeitsbereich führt unweigerlich zur Beschreibung des NO-Weges und seiner Alternative. Also gut, der Anfang ist eine Wanderung durch das Grün, harmlos. Bis zum besagten Winkel. Dort steht derzeit eine größere Birke (im Weg). Für den Versuch im NO-Weg bedarf es Rißkletterfähigkeiten weit oberhalb des Grades III. Also bleibt die Variante, die sich geradeaus befindet und in ihrem ersten Teil vom Winkel weg besser klettert (besser: kriecht), als es aussieht. Man fühlt sich in dem Kriechband fast schon wohl, es drängt auch nicht raus. . . Am Ende des Bandes geht es dann unschöner weiter. Da hier sehr sehr selten geklettert wird, ist die linksseitig hochgehende Rinne komplett zugewachsen. Man muß da also mal irgendwie hochkrauchen, das geht aber. Dann steht man unterhalb des beschriebenen "Kamines" zwischen VG und Gipfel. Keine Sorge: ihr seid hier richtig. Anscheinend war der Erstbegeher krankhaft magersüchtig, für 99% aller Menschen ist das ein Riß! Im unteren Teil sogar ein schindiger ohne Sicherung. Also zentimeterweise hochkämpfen, für III ganz sicher nicht zu haben. Wahrscheinlich gab es damals noch keine schwereren Grade, ich weiß es nicht. . . Dann auf den VG, auf dem es leider keinerlei Nachholmöglichkeit gibt. Man muß also in das Loch kriechen (Zug zum Loch nach rechts ist für Kleinere nochmal für den Grad anspruchsvoll) und dort gibt es dann eine große SU für den Standplatz. Hier sollte man unbedingt nachholen! Dann unschwer zum Ausstiegsplateau des AW. Dort dicker Baum für die Absicherung des Weiterweges. Bis zum kurzen Weg auf den Gipfel wartet nochmal eine Nicht-III-Stelle. Der Zug auf den Gipfel ist strukturarm, nur Aufleger für die Hände und links ein kleiner Tritt, ohne den nix geht. Hier muß man mal kurz auf Reibung vertrauen und stehen, während man sich mit den Händen hochdrückt. Fazit: klassische Bergfahrt mit allen Facetten der sächsischen Kletterei. Schwierigkeit deutlich oberhalb III, die zwei HS sind der Riß zwischen VG und Loch und der Ausstiegstritt. | (Normal) |