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Klettern im Elbsandsteingebirge - Diskussionsforum / Gästebuch
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Moderatoren: Andreas Lein, Claudius Lein, Ulrich Schmidt

Datum

Beitrag

Alma
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Auf der Alm
Beiträge: 1929

21.01.2022 08:57
Zu dem Thema: http://www.klettergeschichten.de/jahreserstesprueche.html
Wolf
Wohnort: am Fuße der Quacken...
Beiträge: 57

20.01.2022 16:22
@Maier Klemens: Vereinzelt gab es das wohl schon 1918 (bspw. Vorderer Gansfels) durch Leute die oben gefeiert haben. Einzelne Berg Heil!/ Berg frei!-Eintragungen sind auch aus Weimarer Zeit und NS-Zeit bekannt (bspw. Falkenstein 1942). So richtig los ging es aber wohl nach 1945, dann aber gehäuft. Vorrangig war es dabei auch ein politisch aufgeladener Konflikt zwischen Vertreter_innen beider Gipfelgrüße (laut Hasse, Alpinismus heute) und entsprechend oft auch politisch geprägte Sprüche. Gute Quelle: Schindler/Uhlig: Gipfelbücher und Bergsprüche
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 729

20.01.2022 10:48
Es gibt eine Variante an der Zinne. Zu diesem Weg gibt es auch ein kleine Geschichte "Katzengang". Schon damals wurde wohl die "Leidenschaft" Jahreserste gepflegt. Ältere Quellen sind mir nicht bekannt. Vieleicht kann jemand zur Etnwicklung des
Kletterbrauchs "Jahreserste" was Wissenswertes beisteuern?
Stefan F
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 291

18.01.2022 14:55
Sich auf die Schulter zu klopfen, nur weil man es schafft am Tag nach Feierlichkeiten Herr seiner Sinne zu sein, sich kontrolliert bewegen zu können und die ach so hohe Hürde zu nehmen, seiner Leidenschaft nachzugehen, ist schon befremdlich. Wenn das die Argumente für die Jahreserstensammelei und für die ausreichend weite Auslegeung, wenn nicht sogar Befreiung von den Kletterregeln ist, scheint es schon sehr schlecht um diese Tradition zu stehen.
Gibt es eigentlich jemanden, der zugibt bei Nässe Tritte und Griffe zu ramponieren, oder sind ausnahmslos alle Kletterer mit Spezialwissen um trockene Wege und Möglichkeiten bei derlei widrigen Bedingungen zu klettern ausgestattet? Es wäre ja wunderbar wenn es so wäre, aber ich vermute...

Zu sehen wer wann auf welchem Gipfel zuerst im Jahr saß, lässt maximal meine Schultern zucken.


Zuletzt bearbeitet am: 18.01.2022 14:57 von Stefan F
QJ
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: da hamm
Beiträge: 2216

18.01.2022 08:20
"und am Ende interessiert es niemanden wirklich, wer wann als Erster im neuen Jahr auf einem Felsen stand."

Doch und am Ende sogar die entscheidende Person, einerselbst.

Man kann dazu stehen, wie man will, aber zu einem fiktiven, anthropozentrisch festgelegten Stichtag seinen inneren Schweinehund besiegend auf einem Gipfel zu stehen und festzustellen, dass man einen Teil des Gebirges für sich hat, ist für mich wohl das erhabendse Gefühl.

Sollen die restmethylgepeinigten Massen noch die letzten Böller sinnlos in die Umwelt ablassen. Mein Kletterjahr beginnt mit einer Jahreserstentour und es ist mein Wohlbefinden, was da gestärkt wird.

Ja, Egoismus hin oder her, aber ich reklamiere mal für mich, dass ich an dem Tag weniger Schaden anrichte, als an so einem "gewöhnlichen" Klettertag selbst durch Felsampelversteher verursacht wird. Dabei hilft eine sensible Wegeauswahl und Ortskenntnis. Diese gebe ich aber nicht preis, denn sonst muss man sich auch noch bald fürs Klettern online registrieren.
Karl-Reinhart Löwel
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: auf Asylsuche
Beiträge: 1154

17.01.2022 14:59
Früher bin ich auch am 1.1. im Halbrausch in das Elbi gefahren, um Jahreserste zu machen. Manchmal sah man zeitig am Morgen weit und breit niemanden, war aber trotzdem nicht der Erste....
Ergraut kann ich resumieren: Felsampel hin und her, der Sandstein ist für den entstanden Massensport Felsklettern eigentlich zu weich, Labiatus mal ausgenommen. Was ausbricht, ist weg und wächst nicht wieder nach. Niemand kann wirklich mit Sicherheit durch reines Begutachten exakt sagen, wie feucht der Fels unter der Oberfläche ist. Ich hab am optisch trockenen Lilienstein erlebt, wie ein Kletterer eine große Scholle ausbrach. Als ich mit die Bruchstücke anschaute, stellte ich fest dass sie innen erstaunlich feucht waren. Mit Blick auf folgende Generationen sollten wir vielleicht im Zweifelsfall ab und zu mal auf das Sandsteinklettern verzichten. Es gibt genügend Alternativen inzwischen und am Ende interessiert es niemanden wirklich, wer wann als Erster im neuen Jahr auf einem Felsen stand.


Zuletzt bearbeitet am: 17.01.2022 15:03 von Karl-Reinhart Löwel
Climag
Wohnort: JWD
Beiträge: 144

16.01.2022 22:11
...zum Thema Jahreserste: alle diejenigen, die über Nässe, Schnee und Kälte mit Minusgraden, felsschonendem Klettern und Griffausbruch etc. philosophisch klugscheißen, sind einfach zu faul, des sächsischen Kletterns unmotiviert und wenig oder gar nicht bereit, die meist nicht sonderlich sportkletterartige Wettersituation des ersten Januars für sich anzunehmen und zu bestehen/beherrschen. Natürlich kann Mann und Frau in früher Stund im Neuen Jahr nur das klettern, was das Wetter zulässt, kleingiffige Wandstrukturen brechen da per se nicht aus, aber Schinderkamine gehen gut zum warm bleiben. Wer mal dabei war, weiß das und wird das auch dementsprechend einordnen in seinen Bergerlebnissen. Und es ist ein unbeschreiblich herrliches Gefühl um 9 oder 10 auf einem Gipfel zu stehen/sitzen und die meisten anderen liegen noch träge in den Kojen rum, schlafen irgendwelche zivilisatorische Nachwirkungen aus und verschlafen dabei den herrlichen Tag in einsamer Natur...meist bei gar nicht sooo schlechten Bedingungen.

Zuletzt bearbeitet am: 16.01.2022 22:17 von Climag
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 728

14.01.2022 11:24
Als "Allien" bei "Viele-Freunde-Buch"- keene Ahnung, aber die "Heringsgrundscheibe" kann ich von der "Hellendorfer Nadel" unterscheiden.

Der Schober
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: http://schwindelfrei.info
Beiträge: 983

14.01.2022 08:11
@Bleistiftspitzer: https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fpermalink.php%3Fstory_fbid%3D3878832952183116%26id%3D485390018194110&show_text=true

weiß allerdings nicht, ob man Mitglied bei gesichtsbuch sein muss, um sich das dann anzeigen zu lassen...
Jens Schickhoff
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Berlin
Beiträge: 205

13.01.2022 22:01
Ich habe jetzt 2x auf der Elbsandstein.de-Seite nachgeschaut und nichts gefunden, worüber hier diskutiert wird. Da ich durchaus neugierig bin, wäre ich für einen Link dankbar.
Was die Felsampel betrifft, habe ich selbst schon öfter die Erfahrung gemacht, dass trotz vorhergesagten schlechten Bedingungen vor Ort das ein oder andere problemlos zu klettern ging oder eben auch umgekehrt. Es ging ja schließlich ziemlich lange auch ohne dieses Hilfsmittel. Es ist wie immer im sächsischen Fels, man muss immer bereit sein, situationsbedingt kleinere Brötchen zu backen.
Dass für eine Jahreserste die Situation auch schon einmal weniger kritisch beäugt wird, ist ja auch ein offenes Geheimnis. Im Allgemeinen geht es auch um das Gipfelerlebnis und man wählt leichte und/oder derart geartete Touren oder Gibbl aus, wo das Risiko eines Griffausbruchs oder verstärkter Erosion nur minimal ist.
Ach ja - und wenn man doch mal über Ziel hinaus geschossen hat, dann hat man das auch für sich behalten und nicht medial in die Welt ausposaunt.


Zuletzt bearbeitet am: 13.01.2022 22:17 von Jens Schickhoff
Kevin
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 51

12.01.2022 11:34
@Großer Holger
Dass man die Verbindung herstellen kann (wenn man unbedingt will), ist mir schon klar. Ich versteh aber deinen Fokus auf die Jahreserste nicht so richtig. Es ist doch in dem Zusammenhang eigentlich gar nicht erheblich, ob es um die Jahreserste oder um irgendeine andere Gelegenheit geht.
Ich fand den Hinweis darauf, dass der Ampel technische Grenzen gesetzt sind und sie deshalb auch keine allgemeine Gültigkeit besitzen kann, sehr gut.
"Die Aktion, die die sich geleistet haben..." klingt so, als hätten die Beteiligten etwas unfassbar Schlimmes getan. Das seh ich aber angesichts der Sachlage und des erklärenden Textes nicht so.
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 727

12.01.2022 11:29
Holger - nichtauthentifizierter Benutzer, schreibt keine DB-Kommentare, nur Forumeinträge. ?
"Felsampel-App": Wenn sie langfristig dazu führt, dass die Frequenz im Gebirge weniger wird, ist das doch eine feine Entscheidungshilfe. Betonung liegt auf "Hilfe"! Aber Bergsteiger, die tatächliche die Lage Vorort einschätzen "können" an zu schwärzen find ich nicht ok.

PS: Ich war am 1.1. in Frankenberg/Sachsen. Da war um 13.00 h schönster Sonnenschein und das Quecksilber plus 10 Grad.


Zuletzt bearbeitet am: 12.01.2022 11:30 von Maier Klemens
Großer Holger
Wohnort: Bautzen
Beiträge: 20

12.01.2022 02:50
@ Kevin:
Der Zusammenhang ergibt sich aus dem Kontext:

- zuerst war nur das Foto von der Jahresersten da
- dann hat jemand gefragt "ja aber die Felsampel war doch rot"
- dann haben die ihren Text eingestellt, wo sinngemäß drin steht, dass man trotz roter Ampel nach eigenem Ermessen klettern kann.
Ganz schlimm finde ich auch, dass das nicht irgendeine Webseite eines Hobbykletterers mit zehn Aufrufen pro Monat ist sondern eben "Elbsandsteinklettern.de" mit 1342 registrierten Nutzern. Nach der Aktion die sie sich geleistet haben nimmt doch keiner mehr die Felsampel ernst. Das kann man so nicht stehen lassen.
ladida
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 299

11.01.2022 20:08
Letztendlich sollte man alle Ampeln immer nur als Empfehlung betrachten und bei jeder Gelegenheit selber denken. Andernfalls gleiten wir auf den Stand von pawlowschen Hunden hinab.
Kevin
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 50

11.01.2022 18:27
Also ich finde den Text bei Elbsandsteinklettern.de ziemlich schlüssig. Der Zusammenhang zwischen den Jahresersten und der Ampel wird in dem Text überhaupt nicht hergestellt sondern lediglich der Nutzen und die Grenzen der Ampel erläutert.
Dass die Ampel nur empfehlenden Charakter hat, steht sogar direkt auf der Seite des SBB: "Als online kostenlos abrufbares Tool schafft sie für Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz eine Handlungsempfehlung, ob und wann nach Niederschlägen wieder geklettert werden kann."
Wolf
Wohnort: am Fuße der Quacken...
Beiträge: 56

11.01.2022 12:28
Zur Jahres-Ersten-Diskussion: Ich denke wie immer ersetzt keine Regel und keine Fels-Ampel-Website das eigene Nachdenken und Abschätzen. Die Frage ist: Kann ich einen Weg klettern, ohne eine erhöhte Gefahr der Felsschädigung. Wenn nein, dann ist mein Verhalten selbstsüchtig, da ich mir für ein Sprüchlein im GB herausnehme, einen Kletterweg für die nachfolgenden Generationen zu beeinträchtigen. Der andere Schnack ist dann noch, wie sehr mache ich eine Besteigung bei widrigen Kletterbedingungen dann noch im Internet publik, wo Menschen vielleicht weniger Kontakt zur Gesteins-Problematik, ethischen Diskussionen etc. haben. Dahingehend hat der SBB ja selbst vor eine Weile den Vogel abgeschossen mit den Bildern vom Locküberfall bei Tiefschnee auf dem Cover des Mitgliedermagazins.
Stefan F
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 290

10.01.2022 15:07
Es gibt eben Leute die meinen wegen der Tradition um die Jahresersten alles andere über Bord werfen zu können.
ladida
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 298

10.01.2022 11:35
"Zum dritten haben Jahreserste am 01.01. eigene Regeln."
Echt? Die wären?
Ulrich Schmidt
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 2773

10.01.2022 08:57
Zum einen bin ich zu blöd, auf Elbsandsteinklettern.de die Behauptung zu finden, "dass man bei rotem Signal der Felsampel Jahreserstbesteigungen machen darf".
Zum zweiten ist die Hellendorfer Nadel - die meinst Du doch? - zumindest vom festen Gestein her bestens für den Zweck Jahreserste geeignet.
Zum dritten haben Jahreserste am 01.01. eigene Regeln.
Und zum vierten missfällt mir grundsätzlich die Herangehensweise von Schreibtischtätern, die vom Bildschirm aus glauben das Tun und Lassen anderer beurteilen zu können, ohne die tatsächlichen Bedingungen vor Ort zu kennen.
Großer Holger
Wohnort: Bautzen
Beiträge: 19

09.01.2022 00:07
@ Felsampel:
Ich habe mich nur gewundert, dass man bei rotem Signal der Felsampel Jahreserstbesteigungen machen darf. So jedenfalls wird das auf Elbsandsteinklettern.de lang und breit behauptet. Und bei der Felsnadel wo die laut Foto drauf waren ist Wandklettern angesagt. Wäre es Kamin oder ein Riß ist es natürlich etwas anderes.
@ Stefan F & Freiheitsberaubung:

 


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