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Klettern im Elbsandsteingebirge - Diskussionsforum / Gästebuch
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Moderatoren: Andreas Lein, Claudius Lein, Ulrich Schmidt

Datum

Beitrag

ladida
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 491

06.03.2026 23:51
"Wer das Ding Rotpunkt klettert und dabei die Exen einhängt (mein Respekt!), kann das ja immernoch beim Eintrag spezifizieren."
Dies könnte zum Beispiel durch die Unterteilung zwischen Rot- und Pink-point spezifiziert werden.

Wie du geschrieben hast wird dies heute nur noch beim traditionellen Klettern genutzt. Wir sind hier ein traditionelles Klettergebiet und dürfen dies daher ohne schlechtes Gewissen nutzen. Auch die "Sportkletterrouten" hier - ich würde es eher als "sächsisch Sportklettern" bezeichnen - sind im weltweiten Vergleich nicht als diese einzustufen. Die Ringabstände sind einfach höher. Und beim Pferdefuß fügt der Kamin oben den traditionellen Teil hinzu.

Auch beim normalen Sportklettern halte ich es nicht für unwahrscheinlich, dass die Mehrzahl der gemachten RP-Begehungen wirkliche RP-Begehungen sind, und nicht "RP mir vorgehängten Exen" aka Pink point...

Die Definitionen sind im Grunde klar. Wer sich RP auf die Kappe schreibt ohne wirklich RP geklettert zu sein, belügt sich selbst.
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 943

06.03.2026 20:02
es steht..."für mich" .
und ja, die Lücke im Zaun ist erkennbar...
aber im Kontext der Zeit im Sächsischen, im Fränkischen und in der Pfalz sicher nicht üblich...
und es ist nicht das Gleiche...
oder wird jetzt der Clipstick ausgepackt.


Zuletzt bearbeitet am: 06.03.2026 20:09 von Maier Klemens
Inubis
Beiträge: 148

06.03.2026 17:24
@MK

Die Definition vom Kurt sagt nichts über vorgeclipte Exen aus. Als Beleg für deine persönliche Einschätzung kann sie daher kaum dienen.

Fakt ist, dass in vielen Sportklettergebieten weltweit die Exen hängenbleiben, gerade in Dächern und großen Überhängen. In Videos von bekannten Profis sieht man das typischerweise auch.


Zuletzt bearbeitet am: 06.03.2026 17:24 von Inubis
Peter Brunnert
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Hildesheim
Beiträge: 118

06.03.2026 13:08
Kurt Albert selbst hat das nach eigenem Bekunden – wie vieles Andere in seinem Leben auch – ziemlich locker gesehen und gehandhabt.
Maier Klemens
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 942

06.03.2026 12:15
Thema Rotpunkt:
Ab dem Frühjahr 1975 wurde von Kurt Albert Kletterwege in Franken mit einem roten Punkt markiert.
Definition für den Rotpunkt nach Kurt Albert und Reiner Pickl: "Rotpunkt am Beginn eines Kletterweges oder einer Variante bedeutet, es ist möglich, den Anstieg ohne Benutzung der Haken als Griffe oder Tritte oder sonstige Hilfsmittel, die der Schwerkraft entgegenwirken, in freier Kletterei zu bewältigen. Haken, Legeschlingen, Klemmkeile usw. dienen also nur zur Sicherung, es darf auch nicht daran ausgeruht werden, gleich wenn man danach in die alte Kletterstellung zurückgehrt! (Der letzte Satz bedeutet eine Verschärfung der sächsischen Kletterregeln, die ja Haken und Legeschlingen als Ruhepunkte erlauben.)"
Quelle: Zeitschrift Alpinismus Ausgabe 8/1977

Was heute in "Sportkletterszenen Konsens" ist mir nicht bekannt....für mich ist ein Vorklippen schon immer eine zuätzliche Hilfe gewesen und kein RP per Definition.


Faultier
Beiträge: 3

03.03.2026 15:02
Zu Pink Point: Wenn man auf wikipedia nachliest, hast du Recht. Nun hat sich aber im Sportklettern der PinkPoint-Stil (und auch der Begriff) nie durchgesetzt und es ist allgemein Konsens, dass eine Rotpunktbegehung beim Sportklettern mit vorgehangenen Exen passiert. Im Tradklettern wiederum wird stärker unterschieden und es gehört da zum guten Ton, bei einer Rotpunktbegehung die Sicherungen selbst anzubringen. Nun legt man im Pferdefuß keine einzige Schlinge, es ist also klar Sportkletterterritorium, weshalb ich mich hier mit der Angabe RP an die Sportkletterkonvention halte. Wer das Ding Rotpunkt klettert und dabei die Exen einhängt (mein Respekt!), kann das ja immernoch beim Eintrag spezifizieren.

Zum Eintrag: Ich habs nicht rausgestrichen, weil es a) nur redundant und nicht falsch ist (schließlich wurde ich trotzdem noch von unten gesichert) und ich b) (bitte sieh mir das nach) auch ein bisschen zu sehr aus dem Häuschen war, um mir über die akribischen Details meines Gipfelbucheintrags zu lange den Kopf zu zerbrechen.
ladida
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 490

03.03.2026 13:27
Mit voreingehängten Exen ist es aber "nur" Pink Point.
Aber schön mal zu lesen wie so ein Eintrag zustande kommt. Warum hast du das "v.o/u.g." nicht gestrichen, wäre jetzt die nächste Frage?
Kaktus
Beiträge: 23

03.03.2026 11:02
@ Faultier.
Na dann gratuliere ich zur 65. Begehung und zum rot Punkt!
Faultier
Beiträge: 2

03.03.2026 09:49
Also folgendermaßen hat es sich zugetragen: Ich habe den Weg erst Rotpunkt geklettert (also sturzfrei von unten im Vorstieg, Exen aber schon eingehangen) und auf dem Gipfel angekommen meine Begehung mit vug (oder fälschlicherweise vog) eingetragen. Da zu diesem Zeitpunkt nicht feststand, ob mein Nachsteiger Lust hat nachzusteigen, bin ich den Kamin zum letzten Ring zurückgeklettert, um im Zweifel abbauen zu können. Mein Nachsteiger ist dann doch nachgestiegen, was beim Pferdefuß (dadurch das die Kante so überhängt) schwierig ist, da man wenn man rausfällt, schwer wieder in die Kletterposition kommt. Gemeinsam sind wir dann nochmal auf den Gipfel geklettert, er hat seine Nachstiegsbegehung ergänzt, da er aber nicht alle Züge perfekt ausgeführt hat, hat er der Ehrlichkeit halber die Spritze hinzugefügt. Auf diese Art und Weise entsteht ein zugegebenermaßen ungewöhnlicher Eintrag, in dem vug und Nachsteiger kombiniert eingetragen wurden.
Faultier
Beiträge: 1

02.03.2026 10:19
Jep, wenn das Blut nach der Rotpunktbegehung noch in den Unterarmen ist und noch nicht wieder zurück in der Großhirnrinde, wird aus vug aus Versehen schonmal vog.
Kaktus
Beiträge: 22

02.03.2026 08:26
Da noch ein Nachsteiger mit "Spritze" darunter steht, ergibt ein vug irgendwie auch keinen Sinn. Es ist auch sehr eindeutig ein vog.
Marcus Hofmann
Beiträge: 13

01.03.2026 19:37
v.o.g. wird nicht gezählt, es ist auch nicht RP. Sollte es vielleicht vug heißen?
Kaktus
Beiträge: 21

01.03.2026 15:50
3.10.2025
Teufelsturm, Eintrag: Pferdefuß, v.o.g., r.P., die 65. Begehung...?
Irre ich mich, wenn ich sage, das sowas nicht gezählt wird?

Einen sonnigen und entspannten Saisonstart wünsch ich allen!
ladida
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 489

19.02.2026 17:48
Einiges der guten alten Zeiten war klar besser und zwar objektiv besser! ZB bei künstlichen Leuchtmitteln ist gar nicht so lange her dass sie besser waren (siehe Lichtspektrum und dessen Einfluss auf die Organismen). Nahrung/Ernährung ist hingegen ein wenig länger her.
Man könnte noch den sozialen Zusammenhalt in der DDR erwähnen oder auch vieles mehr. Aber an der Stelle wird es subjektiv. Herrscher haben mehr von einer gespaltenen Gesellschaft.
Dass wir in der Natur sein durften war auch besser. Es geht nicht nur um das Erlebnis, sondern auch um Fähigkeiten die man erlernt (wie Harri angeschrieben hat). Letztendlich ist es ein Teil unserer ehemaligen Freiheit.
Und natürlich unsere körperliche und seelische Gesundheit welche wir aus der Natur erhalten. Man hat ja nicht umsonst überall diese Naturimitate aufgebaut. Ohne die würden die Städter vielleicht vollkommen durchdrehen.

Ab wann ist es eigentlich aufgekommen dass sich die Leute haben alles mögliche verbieten lassen nur weil es ein paar Trottel gibt die es falsch machen? Warum passiert das immer nur einseitig?
Wie viel Schaden wird durchs Autofahrn verursacht? Die werden nicht verboten. Oder Alkohol und diese minderwertigen Pflanzenöle? Diese Gifte haben noch viel mehr Schaden verursacht, und sie sind immer noch erlaubt. Schon seltsam.

Lebewesen haben schon immer die Natur genutzt. Auch da wo heute endloser Beton ist, war mal echte Natur. Wenn Lebewesen dies nicht tun, bleibt ihnen nur noch das Sterben übrig...

Eine Nacht tief im Zschand schlafen, weit weg von dem ganze Elektrosmog (ja "Smart"phone bleibt daheim), wäre doch schon fast Therapie.


Ja Harri, schaun wir mal ob die Gaslage uns so eine Situation verschafft. Leider werden sie nur nix draus lernen und stattdessen nach einem neuen, vermeintlich besseren, Fürsorger rufen.
Harri
Wohnort: Schwaben
Beiträge: 349

19.02.2026 10:05
J.S. Ich habe schon in der Schule 1952-1962 gelernt wie man sein Leben ohne viel Drum Herum erleben kann.Das hat mir und meinen Kameraden viel (bei der Armee) geholfen.Das Leben mit der Natur erfordert einige Erkenntnis,die man im Stübchen nie erlernen kann.Solltest du einmal im Winter z.B.ohne
Heizung und Wasser auskommen ,kannst du das Geheule der Massen mit erleben.
Ich danke allen,die mich in dieser Sache geschult haben!


Im übrigen haben mir die wenigen Kenntnisse 1955 das Leben gerettet als ich mich am Wilisch verlaufen hatte und im Regen die Nacht im Wald verbringen mußt.Da war ich gerade
10 Jahre alt und hatte niemanden Bescheid gegeben.
Jens Schickhoff
Authentifizierter Benutzer
Wohnort: Berlin
Beiträge: 218

19.02.2026 07:33
Was die guten Teile der guten alten Zeit sind, dürfte ziemlich subjektiv sein.
Ich persönlich betrachte boofen nicht als unbedingt notwendigen Teil des sächsischen Bergsteigens. Das es ein schönes Naturerlebnis sein kann, will ich dabei nicht anzweifeln. Und dabei einen Kocher zu bedienen, mit dem man sich bei flchem Gebrauch z.B. auch das Zelt über dem Kopf abflammen könnte. sollte möglich sein.
Es ist zu Zeiten entstanden, als es noch die 6-Tage-Arbeitswoche gab und individuelle Mobilität für die meisten aus zwei Füßen bestand. Das Wissen um die Boofen wurde individuell weitergegeben und war somit begrenzt. Auch die Zahl der aktiven Bergsteiger war im Vergleich zu heute geringer.
Das hat sich geändert, und zwar ziemlich deutlich. Neben der gewachsenen Mobilität und der superschnellen Verbreitung von Informationen kommt u.a. hinzu, dass die Bereitschaft zu rücksichtsvollem Verhalten gesunken ist, und viele gar nicht aus dem Bedürfnis der Naturnähe boofen gehen, sondern sich da draußen - im Nationalpark - benehmen, als wären sie in der Großstadt.
Die Sächsische Schweiz ist ein ziemlich begrenzter Naturraum, der nicht beliebig nutzbar ist, weil er sonst ziemlich schnell kaputt geht, sofern das nicht schon geschehen ist. Die Frage kann man genauso stellen - wer gibt uns das Recht, die Natur zu unserem Vergnügen in diesem Ausmaß zu nutzen? Ein wenig mehr Einsicht in die Notwendigkeit, statt immer nur zu fordern, wäre manchmal hilfreich.
Harri
Wohnort: Schwaben
Beiträge: 348

16.02.2026 10:34
Ich weiß was Tina und Micha für eine hervorragende Arbeit geleistet haben.Sie hatten mich auch kondktiert.
Könnte es sein,das er umgezogen ist oder in ein Krankenhaus kam?Ich dachte das ein alter Sportfreund mich aufklären kann.
Ulrich Schmidt
Moderator
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 2896

16.02.2026 07:49
@ Harri: Die Autoren des Lexikons haben sehr gut recherchiert, können sich aber natürlich nur darauf verlassen, was sie gefunden haben bzw. was ihnen erzählt wurde. Bist Du sicher, dass Johannes Böhme nicht zeitweise in Heidenau gelebt hat?
Harri
Wohnort: Schwaben
Beiträge: 347

15.02.2026 23:24
Kann mir jemand sagen,warum im Erstbegeher-Lexikon
Johannes Böhme in Heidenau beschrieben wird.Er wohnte in Strießen auf der Lauensteiner Str.Bei mir um die Ecke.Er arbeitete bei der Wasserwirtschaft,wo wir uns kennenlernten.Durch ihn habe ich viele Infos über den Brand bekommen.Einmal habe ich ein selbstgemalte Bild vom Matterhorn geschenkt bekommen.Diesen Berg zubesteigen war mein Traum,welchen ich nie in meinem Leben erfüllt habe.Wenigstens vom Tal und vom Schwarzen See konnte ich ihn bewundern.
ladida
Authentifizierter Benutzer
Beiträge: 488

15.02.2026 16:14
Hehehe, ja MK muss immer irgendwie rumstänkern :D

@Harri: Boofen ist nun stark eingeschränkt und man darf kein Feuer mehr machen, selbst bei Schnee oder Regen...
Wie gern wärst du nach dem Klettern boofen gegangen, wenn dich dann nich mal am Feuer aufwärmen konntest und im Ausgleich noch mehr Klamotten mitschleppen musst? Das kalte Essen macht dann auch nicht warm. :/

@JensS: Man könnten sich auf den guten Teil der "guten alten Zeiten" erhalten und das schlechte entfernen. Aber wir tun das Gegenteil.

 


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